Brutzelle für das Paradies

Ab dem Beginn der Performance machen katze und krieg nichts Anderes als ein zwischen ihnen und im Raum liegendes Paradies zu suchen und zu entwickeln.

katze und krieg schlafen im Raum der Performance, die mit dem Aufwachen beginnt, und endet, sobald sie nichts mehr verbessern können.

Im Raum gibt es  außer Matratzen, Bettzeug und Essen nur noch einen Stapel weißes DinA4 Papier, Tinte, Wasser, eine Pipette, Pinsel und Klebeband.

Die Tür des Raumes steht offen. Der Zuschauer kann kommen, bleiben, gehen und wiederkommen nach Belieben.

Der Raum wird im Laufe der Zeit mehr und mehr mit Zetteln bedeckt. katze und krieg schreiben immer wieder Neudefininierungen von Gegenständen im Raum auf einen Zettel. Diese Neudefinierungen sind erdachte, utopische Verbesserungen, neue Zuschreibungen für die jeweiligen Gegenstände. Diese Zettel kleben sie anschließend an den Gegenständen fest.

Nach jedem einzelnen geschriebenen Zettel fügen katze und krieg einen Tropfen schwarze Tinte dem Wasser hinzu, so dass die Schrift mit fortlaufender Zeit immer schwärzer wird.

Die Brutzelle für das Paradies wurde im Rahmen des Festivals „Zoom! International performanceart - Südostasien“ im Glockenturm der Martinikirche in Hildesheim im September 2008 aufgeführt.

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